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Diese Seite ist an die Nachwuchs-Amazonen gerichtet.

Hier erfahrt Ihr mehr darüber, wie Eure Ur-Ur-Großmütter das Reiten erlernten, wo in der Welt die Mädchen heute noch im Damensattel reiten und wie Ihr es auch erlernen könnt.....

Wenn vor 150 Jahren ein junges Mädchen reiten wollte, dann tat es das in diesem Teil der Welt, aller Wahrscheinlichkeit nach im Damensattel. Und ebenso wahrscheinlich war es ein Mädchen aus einer adligen oder zumindest sehr reichen Familie. Die Vorstellung, dass der Damensattel also ein Sattel für Prinzessinnen ist, ist gar nicht so verkehrt.

 

Um aber zu erklären warum das so gekommen ist, muss man die Uhr um sechstausend Jahre zurückdrehen. In die Steinzeit nämlich, in der die Menschen feststellten, dass sie Pferde nutzen konnten.

 

Diese und andere Fragen findet Ihr hier, auf dieser Seite, beantwortet. Viel Spaß beim Lesen wünscht Euch

 

Eure Bettina Keil

(erste Vorsitzende des RID)

schnoerkel

  Inhaltsverzeichnis:
  Wie begann die Geschichte des Reitens im Damensattel ?
Wie funktioniert es?
Gibt es Regeln?
Die Haltung und Erziehung einer wahren Dame...
Was ziehe ich an?
Was kostet die Ausrüstung?
An wen kann man sich wenden?



trennelement

 

Und so fing alles an:

In der Steinzeit waren Pferde noch Fleischlieferanten für die Menschen, genau wie Schafe oder Ziegen. Später lernten die Menschen, das Pferd als Lasttier  und dann auch als Reittier einzusetzen. Aber dann, so ab dem Jahre 2000 vor Christus, entdeckten die Menschen den militärischen Wert des Pferdes. Sie konnten als Reiter nämlich schneller und  wendiger sein. In dieser Zeit gab es sehr viele Kriege und ein Reiter war ein gefährlicher Gegner. Um dabei nicht vom Pferd zu fallen (Sättel wurden erst nach und nach verwendet) saßen diese Krieger und Kriegerinnen (die gab es nämlich auch und sie begründeten die Sage von den Amazonen) rittlings auf dem Pferd -  also so, wie wir normalerweise heute auch.

 

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Wer seitlich auf dem Pferd sass war kein Krieger und deshalb war es oft so, dass Menschen in „friedlicher Absicht“, seitlich auf dem Pferd saßen. Die ältesten Darstellungen von seitlich reitenden Personen zeigen  Gottheiten  und später auch hochgestellte Frauen, also Königinnen und Fürstinnen, aber auch Priester.     tl_files/rid-west-default/pictures/Jaegerin.jpg
Richtige Sättel um im Seitsitz zu reiten, gab es seit dem Mittelalter. Allerdings waren das häufig Sitzkissen mit Lehne und Fußbrett. Die Reiterin oder der Reiter saß dabei im rechten Winkel zur Bewegungsrichtung  und konnte  nur sehr eingeschränkt lenken. Das Pferd wurde daher auch meistens geführt. Galoppieren konnte man mit diesen Sätteln nur sehr schwer.

 

 

Oft verwendete man für die Damen oder  Priester sogenannte "Zelter", also Passgänger (Pferde, die im Schritt beide Beine einer Körperseite gleichzeitig wie ein Kamel nach vorne bewegen). Diese Pferde waren sehr bequem zu sitzen und daher sehr kostbar. Trickreiche Zeitgenossen versuchten sogar den Pferden das Passgehen beizubringen, indem sie jeweils Vorder- und Hinterbein einer Seite mit einem Seil verbanden. Heute ist der Passgang nur noch bei bestimmten Pferderassen wie Isländern oder Paso Peruano erwünscht.

 

 

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Es gibt aus dieser Zeit keine Abbildungen von Kindern oder Mädchen im Seitsitz zu Pferd (zumindest kenne ich keine) Allerdings dauerte eine Kindheit damals auch nicht so lange wie heute….

Katharina di Medici beispielsweise, die als hervorragende Reiterin galt und die mit ihrem Schwiegervater, dem französischen König zur Jagd ritt, war zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit 14 Jahre alt. Auf Gemälden sieht man also kein Kind von 14 Jahren mehr, sondern eine verheiratete Frau.  Das war im 16. Jahrhundert, dem Zeitalter der Renaissance.

 

Im 17. Jahrhundert, das in die Zeit des Barock fällt, wurde begonnen, das Reiten systematisch als erlernbare Kunst zu sehen. François Robichon de la Guérinière schrieb darüber ein Buch, auf das sich heute noch viele Reitlehrer beziehen.

Man hat der Ausbildung der Frauen im Seitsattel damals aber keinen besonderen Stellenwert beigemessen. Die Sättel waren so unsicher, dass es eher darum ging nicht herunter zu fallen, als gut zu reiten.

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Frauen ritten daher in dieser Zeit nicht selten im normalen Sattel der Männer.  Wenn es ihnen ihre gesellschaftliche Stellung gebot, dann verwendeten sie aber den Seitsattel, der oft noch genauso aussah wie im Mittelalter. Man nennt dieses Seitsättel auch Selle Fermière, also Bauernsattel.

 

Irgendwann, wahrscheinlich Ende des 17.,  Anfang des 18. Jahrhunderts tauchte aber eine neue Sattelform auf: der Gabelsattel! Dieser Sattel hatte zwei Hörner in die die Dame ihr rechtes Bein legte. Der Damensattel war geboren! Nun konnten sich die Damen viel mehr in Reitrichtung drehen und hatten deutlich mehr Halt. Dieser Gabelsattel verbreitete sich rasch unter den „echten“ Reiterinnen. Wer nicht so gut reiten konnte, verwendete weiter den mittelalterlichen Seitsattel, der dann auch den Namen Selle Jardinière - also Sattel für den Park bekam.

Damals waren die sichtbaren Teile der Sättel übrigens nicht mit Leder bezogen, sondern mit Stoff. Manche der Sättel waren mit unglaublich prächtigen Mustern bestickt und der Steigbügel hatte die Form eines winzigen Pantoffels. 

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Wenn die Damen damals ritten, dann gingen sie im Regelfall zur Jagd, was das große Vergnügen des Adels war. Man hatte dazu Hunde oder Raubvögel, die die Beute erlegten.  Reitkleider orientierten sich übrigens an der Mode der Männer. Das ist eine Tradition, die bis heute gilt.

  

Das Rokoko oder Spätbarock ( bis ungefähr 1775) war also insgesamt eine Zeit in der sich Adlige das Leben mit unermesslichem Luxus verschönten. Es wurden Konzerte und Theateraufführungen gegeben, die Damen trugen ausladende, kostbar verzierte Kleider und waren mit gepuderten Perücken und Juwelen geschmückt.

 

Das gab natürlich irgendwann Probleme. Die einfachen Menschen sahen nicht ein, dass ein Teil der Gesellschaft in unermesslichem Reichtum schwelgte, während der andere, größere Teil nichts zu essen hatte. Es kam zur französischen Revolution (1789-1799), bei der viele Adlige ihr Leben lassen mussten.

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Nun passierte aber etwas sehr Seltsames. Nachdem der Adel an Bedeutung verloren hatte, fanden es die normalen Leute ganz besonders schick, möglichst „königlich“ zu sein. Und da kam der Damensattel wieder ins Spiel. Es wurde unter den "Großbürgern" modern zu reiten und die Damen wollten genauso reiten wie früher die Königin!

 

Im Jahre 1834 wurde in Frankreich ein Buch veröffentlicht in dem ein verbesserter Damensattel angepriesen wurde.  Dieser Sattel hatte ein drittes „Horn“ an der Seite, mit dem das linke Bein nun auch Halt fand.  Der moderne Damensattel war entstanden. Endlich konnte man sicher im Sattel sitzen und das Pferd selbständig lenken!

Dann kam die Frau, die das Reiten im Damensattel so perfekt beherrschte, dass Tausende und Abertausende von Damen versuchten ihr nachzueifern: Elisabeth, Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn, „Sisi“! Sie bewies, dass eine Dame im Damensattel die schwierigsten Jagden reiten kann und wurde überall, wohin sie kam, so hemmungslos angebetet und umschwärmt,  wie das heute vielleicht bei Popstars der Fall ist.

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Diese Zeit, also die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, nennt man das viktorianische Zeitalter, weil in England Königin Victoria  regierte. Sie ärgerte sich fürchterlich über die sportliche und daher in gewisser Weise moderne Sisi (Sisi mochte Victoria aber ebenfalls nicht).

Junge Mädchen aus adligem oder großbürgerlichem Elternhaus lernten damals natürlich das Reiten. Da man erkannt hatte, dass die Knochen von Kindern viel weicher sind als die von Erwachsenen, wollte man Rückenschäden vorbeugen und empfahl, die Kinder einen Tag nach links und einen Tag nach rechts sitzend im Damensattel zu unterweisen. So findet man manchmal Sättel, bei denen man die Hörner von links nach rechts wechseln kann.

 
Die Sättel veränderten sich in dieser Zeit nicht mehr viel. Das rechte Horn des Gabelsattels verschwand nach und nach, die Sitzfläche wurde gerader und irgendwann in den 1870er Jahren kam zur Stabilisierung der Lage des Sattels der Balanceriemen hinzu.

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Der Balanceriemen wird übrigens nicht wie ein Sattelgurt angezogen, sondern muss ein wenig Spiel haben. 

Ende des 19. Jahrhunderts erfand man in England ein revolutionäres Kleidungsstück: die Sicherheitsreitschürze, die den geschlossenen Reitrock ablöste. Damit war man auf der Jagd unabhängiger, weil man alleine aufsitzen konnte. Ausserdem blieb man nicht mehr so schnell irgendwo hängen, so wie das bei den langen Kleidern der Fall war. Wenn man im ausgehenden 19. Jahrhundert noch überwiegend zur Jagd ritt oder "promenierte", begann man im frühen 20. Jahrhundert bereits auch in Turnierprüfungen zu starten. Allerdings sah man hier keine Kinder oder Jugendlichen.

Eine der berühmtesten Damensattel-Reiterinnen dieser Zeit,  Viktoria Luise von Preussen,  verbrachte viel Zeit mit Reiten und an ihrem 17. Geburtstag wurde sie zum "Chef" der Totenkopf-Husaren, dem Leibregiment des Kaisers, ernannt. In ihren Memoiren schreibt sie, wie unglaublich sie sich über diese Ehre freute, obwohl es bedeutete, dass sie 5 Stunden im Sattel sitzen musste.
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Es war zu dieser Zeit übrigens recht verbreitet, dass weibliche Mitglieder der Königshäuser Ehrenposten in militärischen Regimentern übernahmen. Die Damen ritten dann auch in Unifom auf den Paraden mit -  im Damensattel natürlich. Weibliche "Regimentschefs" gibt es übrigens auch heute noch. Aber diejenige die am Längsten ihre Rolle im Damensattel wahrgenommen hat, ist Königin Elisabeth II von England. Erst in den 1980er Jahren, als ihr Pferd in Rente ging, wechselte sie vom Damensattel zur Kutsche .
 
In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen lernten junge Mädchen nur noch selten im  Damensattel zu reiten, es sei denn, sie kamen aus königlichem Elternhaus. Meistens waren es die Mütter, die am Seitsitz  festhielten. Der normale, also der englische Sattel setzte sich allmählich bie den Frauen durch. Nichtdestotrotz gab es so viele Turnierprüfungen wie nie für den Damensattel.

Gerade ist ein neues Buch herausgekommen, in dem die berühmtesten Turniereiterinnen im Damensattel, aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, vorgestellt werden.
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Der zweite Weltkrieg beendete die Reitturniere und Jagden. Nach dem zweiten Weltkrieg gab es vereinzelt Reiterinnen, die an der Tradition im Damensattel festhielten und es gab in Deutschland auch immer wieder Versuche, das Reiten im Damensattel als reiterliche Tradition wieder zu etablieren. Aber erst Ende der 1990er Jahre, gründete sich der RID.  

Mit zunehmender Verbreitung des Internets konnten diejenigen, die ebenfalls Interesse hatten, oder für sich alleine ritten, unkompliziert in Kontakt mit anderen Gleichgesinnten treten. Seitdem wächst die Gruppe der aktiven Reiterinnen stetig!

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So funktioniert es:

Wenn Ihr diesem Link folgt, kommt Ihr auf unsere Hauptseite www.damensattel-deutschland.de. Unter "Wissenswertes/Reiten: modern" steht, wie man im Damensattel korrekt reitet.  Dort steht aber auch, dass man dazu einen Sattel braucht, der Reiterin und Pferd passt. Der RID hat einen richtigen Kindersattel und zwei  kleine Sättel die sich für Jugendliche eignen. Wir organisieren regelmäßig Lehrgänge und Seminare an denen Ihr also teilnehmen könntet. Die Daten findet ihr unter "Termine"- ansonsten einfach mal nachfragen!


Wer sich für das Reiten im Damensattel interessiert, sollte allerdings schon einige Erfahrung im normalen Sattel haben und ein Pferd oder Pony richtig "reiten" können. Unsere Hilfengebung basiert ja auf der "klassischen Reitlehre", also den Richtlinien für Reiten und Fahren Band I und II, die ihr ja spätestens dann kennenlernt, wenn Ihr ein Reitabzeichen machen möchtet.

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Die Regeln:

Das Reiten im Damensattel war früher nur den Mädchen und Damen von Adel vorbehalten. Reiten war früher überhaupt ein Sport, der nur von sehr, sehr reichen Menschen gepflegt werden konnte. Diese Menschen genoßen natürlich auch eine gehobene "Erziehung". Teil dieser Erziehung war, Verständniss dafür zu entwickeln, dass, wer privilegiert ist, auch Verantwortung übernehmen muss.

Wer heute reiten kann, ist im Vergleich zu vielen anderen Menschen auch privilegiert und muss deshalb auch Verantwortung übernehmen. Verantwortung für das Pferd, das es sich nicht aussuchen kann bei welchem Besitzer es landet und Verantwortung gegenüber den Mitreitern und Mitmenschen, die nicht gefährdet werden dürfen und denen man auch nicht das Gefühl vermitteln darf "auf dem hohen Ross" zu sitzen. Das heißt konkret: der Reiter grüßt den Fußgänger zuerst und mit Sporen an den Reitstiefeln läuft man nicht zur nächsten Bushaltestelle und vieles, vieles mehr! (Wer meint zu wissen, warum es als schlechtes Benehmen gilt, mit Sporen an den Füßen herumzulaufen, kann mir mal eine Mail schicken. :-) Ich freue mich und bin gespannt auf Eure Antworten: b.keil@damensattel-deutschland.de )
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Wer nun im "DAMEN"-Sattel reitet, der fällt natürlich noch mehr auf als ein normaler Reiter. Umso damenhafter, höflicher und korrekter sollte also auch das Benehmen ausfallen! Wer also wie eine Prinzessin reiten will, der muss sich auch so benehmen können.

Natürlich gibt es auch ganz spezielle Damensattel-Regeln: 

Wenn sich zwei Damensattel-Reiterinnen begegnen, dann treffen sich ihre rechten Hände. Man vermeidet, dass die Reiterinnen sich mit der Beinseite (also links) begegnen. Auf dem Damen-Abreiteplatz gilt somit die Sonderregel: linke Hand macht den Hufschlag frei.

Ein Begleiter, zum Beispiel beim Ausreiten, reitet immer rechts von der Dame und ansprechen wird man sie auch immer von der rechten Seite. Denn so muss sie sich nicht nach links drehen und bekommt dadurch womöglich einen unsicheren Sitz.


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Regeln gibt es aber nicht nur dem  Menschen gegenüber, sondern auch dem Sportpartner Pferd! Damensattel-Reiten ist höfliches Reiten, weil man mit Kraft hier nichts, außer einem schiefen Pferd, bewirken kann! Die korrekte Hilfengebung bedeutet  "Bitte". Der Sporenimpuls bedeutet: "Ich meine es ernst" und die Gerte, die man als Allerletztes einsetzen soll, sagt: "Du musst". Bevor man aber dem Pferd sagt "Du musst",  sollte man sich sicher sein, das man auch eine für das Pferd klar verständliche Anfrage gestellt hat, die das Tier auch erfüllen kann.


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Die Haltung und Erziehung einer wahren Dame…..

 

Eine der bekanntesten und imponierenden Damensattel-Reiterinnen des frühen 20. Jahrhunderts war die bereits erwähnte, einzige Tochter des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II, Prinzessin Viktoria Luise von Preußen, spätere Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg, Prinzessin von Hannover, Königliche Prinzessin von Großbritannien und Irland (* 13.09.1892, + 11.12.1980).

 

RID Ehrenmitglied Fritz Ulrich hat in seinem Buch „Grosse Damen im Sattel“ ausführlich über die reiterliche Karriere der Prinzessin berichtet.

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Ein weiteres RID-Ehrenmitglied, Herr Hans Biener, hat die Prinzessin vor vielen Jahren getroffen und diese Begegnung niedergeschrieben:

 

„…..und ich erinnerte mich an ein Ereignis vom 26. Mai 1963:

Bei den „Harzburger Reitertagen“ war die Herzogin gern gesehener Ehrengast. Sie interessierte sich besonders für die Dressurprüfungen. Stundenlang harrte sie am Rande des Dressurvierecks auf dem Sandplatz des Gestütes in Bündheim (ehemals herzoglicher Besitz) aus und beobachtete die Vorführungen.

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Meine Frau hatte die Versorgung der Ehrengäste und Richter übernommen. Sie trat heran, um der Hohen Frau eine Erfrischung zu reichen. Was geschah dann? Die Kaisertochter erhob sich von ihrem Stuhl und bot meiner Frau an, Platz zu nehmen. Es war ihr nicht entgangen, dass meine Frau schwanger war. Wir waren von diesem Geschehen sehr beeindruckt und haben es nie vergessen. 1980 ist die Herzogin verstorben. Sie ruht an der Seite ihres Gemahls vor dem Mausoleum der Könige von Hannover im Park von Herrenhausen.“    tl_files/rid-west-default/pictures/Pony-Kostuem 2.jpg
Was Herrn Biener beeindruckt hat, war die Tatsache, dass es für die Herzogin selbstverständlich war, gutes Benehmen über die gesellschaftliche Rangfolge zu stellen. Sie war souverän und sebstbewusst genug, um über den Dingen zu stehen.

Das zieht man an:

Es gibt die Ausrüstungsrichtlinien des RID tl_files/rid_default/pdf/iconPDF.gif. Dort könnt ihr nachschauen was man zum Turnier oder zur Jagd trägt. Ausserdem könnte Ihr mal auf der Hauptseite unseres Vereines www.damensattel-deutschland.de unter "Wissenswertes/ Kleidung: modern" nachlesen.
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Für Kinder und Jugendliche gilt aber immer eines: Reitkappe gemäß LPO!!! Und zwar immer und immer und immer! Wenn man nämlich mal vom Damensattel fällt, dann landet man meistens mit dem Kopf zuerst! Und das ist sehr gefährlich.

Zur Kappe wird mit dem Reitjacket übrigens am besten ein Hemd mit schlichter (dunkelblau mit Pünktchen oder so) Krawatte getragen.


Die Kosten:

Reiten war schon immer ein teurer Sport und das Reiten im Damensattel ist natürlich nicht günstiger. Zumal man sich ja eine Zusatzausrüstung anschaffen muss. Aber wo ein Wille ist, gibt es auch immer eine Lösung!
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Wenn man sich einen Damensattel kaufen will, muss man ab € 2000,--  (Schnäppchen) aufwärts veranschlagen. Die €  400,-- Sättel, die man im Internet kaufen kann, sind schlichtweg gefährlich und haben ein Innenleben, dass man keinem Pferderücken antun möchte.  Auch teurere Sättel, die man im Internet kaufen kann, sind nicht unbedingt fachgerecht gebaut. Also in jedem Fall einen Spezialisten fragen (RID kontaktieren oder die von uns empfohlenen Spezialsattlereien, die unter Links auf der Hauptseite zu finden sind). Ein richtig (!) guter Sattel kostet ab € 3.000,-- und ist dann aus den 1920er bis 1930 er Jahren. Neu gebaute Sättel, die auf der traditionellen Technik basieren sind noch teurer.
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ABER (!) manchmal hat man auch Glück und kann für kleines Geld einen vernünftigen Einsteiger-Sattel erwerben. Ein guter Sattel verliert auch seinen Wert nicht, was man von einem normalen Sattel nicht behaupten kann. Der Wiederverkaufswert bleibt bei guter Pflege also erhalten.

Ein neues Reitkostüm aus "Cavalry Twill" oder "Keeper Tweed" für ein Kind kostet ab ca. 500,--. es hält aber Jahrzehnte, weil der Stoff ganz, ganz hochwertig ist und deshalb kann man es immer wieder verkaufen. Eine neue Reitschürze für ein Kind kostet ab € 230,--. man kann sie mit einem normalen Reitjacket kombinieren.(Diese Preise sind aber nur Anhaltspunkte.)
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Da in England auch viele Kinder im Damensattel reiten, lohnt es sich bei "eBay England" nachzuschauen. Da kann man immer wieder gebrauchte "Habits", das ist das englische Wort für Reitkostüm, finden. Eine Reitschürze heißt übrigens "Apron".


Kontakt:

Wenn Ihr nun mehr über Reitstunden oder einen Lehrgang wissen möchtet, dann sprecht mit Euren Eltern und kontaktiert unseren Jugendwart, Sylvia Parduhn, s.parduhn@damensattel-deutschland.de oder mich b.keil@damensattel-deutschland.de.

In diesem Sinne hoffentlich bis bald

Eure Bettina Keil
(erste Vorsitzende des RID)